Sportsgeist trifft Kohlenfeuer – und Delphinkraft!

Osterfelder Delphine machen Bundessportfest mit 119 Medaillen, Bestzeiten und Spaß zum Saisonhighlight

Zu einem ganz besonderen Wettkampf machten sich die Aktiven der DJK Delphin Osterfeld über das Pfingstwochenende vom 22. bis zum 25. Mai 2026 auf den Weg in die Nachbarstadt Essen. Das 20. DJK-Bundessportfest lockte zahlreiche Schwimmerinnen und Schwimmer aus den DJK-Vereinen ganz Deutschlands ins Wasser und auch die Osterfelder Delphine – von den jüngsten Nachwuchstalenten bis zu den erfahrenen Masters – wollten sich dieses außergewöhnliche Ereignis nicht entgehen lassen.

Das Bundessportfest als deutschlandweite DJK-Tradition mit 80-jähriger Geschichte

Das Bundessportfest ist die größte regelmäßig stattfindende Veranstaltung des DJK-Sportverbands und wird alle vier Jahre in einer anderen Stadt ausgetragen. Anders als bei den klassischen, jährlich stattfindenden DJK-Bundesmeisterschaften steht dabei nicht nur eine einzelne Sportart im Mittelpunkt. Ähnlich wie bei Olympischen Spielen, Welt- oder Europameisterschaften verbindet das Bundessportfest die Wettkämpfe vieler Sportarten mit dem besonderen Gedanken der Gemeinschaft. Ganz im Sinne des DJK-Mottos „Sport um der Menschen Willen“ gehören daher Begegnungen, gemeinsame Veranstaltungen und ein umfangreiches Rahmenprogramm seit jeher zum Sportfest dazu.

Die Wurzeln dieser Veranstaltung reichen weit zurück. Als sich 1950 erstmals Aktive der DJK in Koblenz zu einem Bundessportfest trafen, stand Deutschland noch im Zeichen des Wiederaufbaus. Auch die DJK musste sich nach dem Verbot durch die Nationalsozialisten neu organisieren. Das erste Bundessportfest wurde deshalb weit mehr als nur ein sportlicher Wettkampf: Es war ein sichtbares Zeichen dafür, dass der katholische Sportverband wieder lebendig war. Aus diesen Anfängen entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte die bedeutendste Veranstaltung der DJK mit Teilnehmer:innen aus ganz Deutschland.

Das diesjährige Bundessportfest in Essen besaß dabei eine besondere Bedeutung. Mit der 20. Auflage blickt die Veranstaltung inzwischen auf eine 80-jährige Geschichte zurück und steuert damit langsam auf ihr 100-jähriges Jubiläum zu. Gleichzeitig war Essen – auch wenn das Bundessportfest schon oft in Nordrhein-Westfalen stattfand – erst die zweite Ruhrgebietsstadt, die nach Dortmund im Jahr 1989 Gastgeberin eines Bundessportfestes sein durfte. Mit der Ruhrgebietsmetropole Essen als Austragungsort wurde nicht nur eine Ruhrgebietsstadt Schauplatz, sondern erstmals wurde auch das Bundessportfest selbst zum öffentlichen Ereignis, bei dem nicht nur Sportler:innen und ihre Angehörigen, sondern die ganze Stadt zum „mitmachen“ eingeladen wurde – beispielsweise über eine Sport- und Informationsmeile in der Innenstadt, sowie die öffentliche Zugänglichkeit des Rahmenprogramms, das auf dem Burgplatz neben dem Essener Dom stattfand. Dies spiegelt auch das Motto „Sportsgeist trifft Kohlenfeuer“ wider, das Sport und Stadt über das Feuer, das sowohl im Ehrgeiz und der Gemeinschaft der Sportler:innen als auch im Herzen der Stadtgeschichte und der Ruhrgebietler:innen schlummert, verbindet.

DJK-Delphin Osterfeld – Ausrichterin der Schwimmwettkämpfe und mit zahlreichen Aktiven dabei

Insgesamt folgten rund 3.500 Athlet:innen aus ganz Deutschland der Einladung nach Essen – darunter auch die Delphine aus Osterfeld, die als Teil des ausrichtenden DJK-Netzwerks ein Bundessportfest vor der eigenen Haustür erleben durften. Bereits am Freitagabend fanden sich dafür zahlreiche Helfer:innen im Rüttenscheider Sportbad ein und bereiteten alles für die beiden folgenden Wettkampftage vor. Ein „delphiniges“ Dankeschön an euch alle! Ohne euch wäre die Ausrichtung der Schwimmwettkämpfe im Rahmen des Bundessportfests nicht möglich gewesen. Und während die Helfer:innen im Schwimmbad schufteten, Stühle und Wendematten schleppten, das Kuchenbuffet vorbereiteten (ohne zu Naschen – das muss man auch erstmal schaffen!) und sich um die Technik kümmerten, stürzten sich die Aktiven in Begleitung ihrer Trainer:innen voller Vorfreude in das bunte Getümmel der Eröffnungsfeier. Dort sorgte unter anderem eine große Polonaise um den Essener Burgplatz für beste Stimmung.

Und wie sich am folgenden Morgen zeigen sollte: Wer abends feiern kann, kann am nächsten Tag auch schnell schwimmen. Nach einem letzten Einschwimmen im Rüttenscheider Sportbad glitten die Osterfelder Delphine mit kräftigem Flossenschlag durchs Wasser und sorgten an beiden Wettkampftagen für einen wahren Medaillenregen.

Durch alle Altersklassen hinweg waren am Start: Josephine Belting (AK 25), Oliver Bielitzki (AK 50), Stefanie Bielitzki (AK 50), Carlotta Bamberg (2012), Katrin Bürger (AK 25), Lena Drobe (2009), Mats Frericks (2013), Julian Geßner (2001), Mia Galvez y Wiegand (2015), Emmi Gülcelik (2010), Elisa Heider (2015), Jan Hendrichs (2009), Stephanie Hendrichs (AK 45), Hannah Jankowski (2015), Sofia Jankowski (2016), Mats Kaubisch (2015). Melanie Kaubisch (AK 40), Felix Koböck (2013), Frank Koböck (AK 45), Leno Koböck (2016), Alissa Kopnow (2016), Mila Kopnow (2013), Milan Krüger (2016), Niklas Leye (2014), Bennet Marx (2013), Marlon Nagelhoff (2015), Emily Sophie Nagelhoff (2013), Paul Rothe (2015), Mikko Rutert (2014), Fynn Schlebusch (2003), Florian Späth (2014), Emmy Stauch (2012) Karin Stella (AK 65), Klaus Stella (AK 70), Paula Strohmeyer (2016), Toni Richter (2015), Felix Uhle (1999) und Melek Yolcu (2015).

Die Masters geben Vollgas

Dass Geschwindigkeit keine Frage des Alters ist, bewiesen die Masters der DJK Delphin Osterfeld eindrucksvoll. Besonders Frank Koböck (AK 45) sowie Karin Stella (AK 65) und Klaus Stella (AK 70) schwammen auf einer Erfolgswelle durchs Wochenende. In sämtlichen vier Masters-Disziplinen – 50 Meter Schmetterling, Rücken, Brust und Freistil – sicherten sie sich jeweils die Goldmedaille ihrer Altersklasse

Auch Stephanie Hendrichs (AK 45) überzeugte mit zwei Altersklassensiegen und einem zweiten Platz. Melanie Kaubisch (AK 40) und Josephine Belting (AK 25) steuerten ebenfalls Goldmedaillen sowie mehrere Silberplätze zur starken Bilanz bei. Oliver Bielitzki (AK 50), der erstmals auf einer so großen Bühne startete, durfte sich ebenso über mehrere Podestplätze freuen wie Stefanie Bielitzki (AK 50) und Katrin Bürger (AK 25).

Erste Mannschaft auf Medaillenkurs

Auch in der ersten Wettkampfmannschaft setzte sich die „Goldsträhne“ der Delphine sehr zur Freude ihrer Trainerin fort. Besonders Lena Drobe (2009) und Emmi Gülcelik schwammen nahezu jeder Konkurrentin davon und gehörten mit sieben beziehungsweise sechs Podiumsplatzierungen – viele davon in neuen Bestzeiten – zu den erfolgreichsten Delphininnen des gesamten Wettkampfes. Während Drobe ihre alte Bestzeit über die 100 Meter Schmetterling um 10 Prozent senkte und sich souverän die Goldmedaille sicherte, schwamm Gülcelik „mal eben“ routiniert in 1:17,73 Minute über die 100 Meter Rücken als Erste ins Ziel. Eine echte Ansage!

Doch auch die Jungs aus der ersten Mannschaft blieben nicht undekoriert: Mit jeweils vier Medaillengewinnen taten sich insbesondere Bennet Marx (2013) und Jan Hendrichs (2009) hervor. Marx wurde in der Jahrgangswertung Zweiter über die 100 Meter Rücken (1:22,00), 100 (1:15,22) sowie 200 Meter Freistil (2:55,36) und erschwamm ergänzend eine Bronzemedaille über die 400 Meter Freistil (6:18,88). Hendrichs zeigte sich mit dritten Plätzen über die 100 Meter Rücken (1:22,28) sowie 100 (1:25,79) und 200 Meter Brust (3:11,86) und einer Silbermedaille über die 200 Meter Rücken (3:11,86) ähnlich stark.

Die erfahrenen Schwimmer Felix Uhle (1999), Julian Geßner (2001) und Fynn Schlebusch (2003) verpassten an diesem Wochenende knapp Podestplatzierungen, Ihnen gelang es jedoch in den stark besetzten älteren Jahrgängen, konstant in den vorderen Bereich der offenen Jahrgangswertung zu schwimmen. Die „alten Delphine“ hatten jedoch weder Zeit noch Grund zur Enttäuschung, beobachteten sie doch stolz, wie ihre jüngeren Mannschaftskamerad:innen über sich hinauswuchsen und ordentlich Edelmetall abräumten. 

Die Gesamtbilanz konnte sich mehr als sehen lassen: Mit 119 Medaillen – davon 39 Gold-, 42 Silber- und 38 Bronzemedaillen – belegte die DJK Delphin Osterfeld hinter der SG Gelsenkirchen den zweiten Platz im vereinsübergreifenden Medaillenspiegel und ließ zahlreiche weitere Vereine hinter sich.

PlatzVereinGoldSilberBronzeGesamt
1SG Gelsenkirchen965423173
2DJK Delphin Osterfeld394238119
3DJK-SSG Bensheim32151562
4SV DJK Teutonia Waltrop2325856
5SSG Heilbronn1610228
6DJK Würzburg1471334
7SC St. Tönis 1911/2099725
8DJK Blau-Weiß Annen6131332
9DJK TuS Ruhrtal Witten e.V.3306
10DJK Gr.-Weiß Essen-Werd./Heidh.2316
11SVG Betzdorf-Kirchen2002
12DJK Arminia Eilendorf1102
13SV DJK Hamburg0011

Nachwuchsdelphine dicht auf den Flossen der Großen

Besonders beeindruckend präsentierte sich auch der Nachwuchs. Die jungen Delphine zeigten, dass in Osterfeld bereits die nächste Generation kräftig durch die Becken pflügt.

Toni Richter (1015) und Melek Yolcu (2015) dürfen sich nach diesem Werttkampfwochenende stolz als zwei der erfolgreichsten Nachwuchstalente der DJK-Delphine bezeichnen. Yolcu sicherte sich über die 100 Meter Rücken (1:35,27), 100 Meter Schmetterling, 200 Meter Lagen (3:29,80) und 200 Meter Freistil (3:03,59) jeweils mit neuer Bestzeit den Jahrgangssieg. Eine Bronzemedaille über die 100 Meter Freistil komplettierte ihre Sammlung. Und auch Richter sammelte fleißig Medaillen und Bestzeiten: In 1:39,73 Minute wurde er Erster über die 100 Meter Rücken und schaffte es im Anschluss, seine neue Bestzeit als Startschwimmer der 4×100 Meter Lagen-Staffel noch einmal um eine gute Sekunde auf 1:38,72 Minute zu senken. Dem schlossen sich gleich zwei weitere Goldmedaillen-Rennen über die längeren 200 Meter Rücken (3:29,70) und die 100 Meter Freistil (1:27,81) an.

Doch auch die übrigen Nachwuchsschwimmerinnen und -schwimmer zeigten starke Leistungen. Leno Koböck gewann gleich drei Goldmedaillen, Paul Rothe und Mikko Rutert überzeugten mit mehreren Podiumsplätzen, während Paula Strohmeyer, Marlon Nagelhoff, Mats Kaubisch, Mia Gálvez y Wiegand, Hannah Jankowski und viele weitere junge Delphine wichtige Medaillen und wertvolle Wettkampferfahrungen sammelten.

Doch auch die Leistungen der anderen jungen der Delphine können sich sehen lassen! Hierzu ein kleiner Überblick:

NameGoldSilberBronze
Alissa Kopnow (2016)010
Elisa Heider (2015)003
Florian Späth (2015)001
Hannah Jankowski (2015)021
Leno Koböck (2016)310
Marlon Nagelhoff (2015)121
Mats Kaubisch (2015)113
Melek Yolcu (2015)401
Mia Gálvez y Wiegand (2015)101
Mikko Rutert (2014)222
Milan Krüger (2016)011
Niklas Leye (2014)011
Paul Rothe (2015)220
Paula Strohmeyer (2016)104
Sofia Jankwoski (2016)010
Toni Richter (2015)300

Spannung bis zum letzten Anschlag

Für einen emotionalen Höhepunkt sorgten die Staffelwettbewerbe zum Abschluss des zweiten Wettkampftages. Hier zeigte sich einmal mehr, wie wichtig Teamgeist und Zusammenhalt auch im Schwimmsport sind.

Nachdem die Damenstaffel über die 4 x 100 Meter Lagen ihren Gegnerinnen am Vortag noch knapp unterlag und den vierten Platz belegte, setzten die Delphininnen am frühen Sonntagnachmittag zum großen Finale an. In neuer Konstellation und top-motiviert schwammen sie von Beginn an mutig mit, rückten im Laufe des Rennens immer näher an die führenden Mannschaften heran und verteidigten ihre Position bis zum Schluss mit großem Kampfgeist. In 5:07,45 Minuten sicherten sie sich verdient die Silbermedaille.

Nicht weniger spannend verlief das Rennen der Herrenstaffel. Sie starteten stark, errangen zwischenzeitlich sogar einen kleinen Abstand auf die übrigen Mannschaften und führten das Feld an. Erst die Erschöpfung zwang sie am Ende dazu, eine gegnerische Mannschaft ziehen zu lassen – doch den zweiten Platz in der offenen Wertung (4:22,52) ließen auch sie sich nicht mehr streitig machen!

Auch die jüngeren Staffelmannschaften zeigten am Ende beider Wettkampftage noch einmal, was Delphine im Wasser so können. Sie schafften es zwar (noch!) nicht auf das Siegertreppchen, sammelten aber wertvolle Erfahrungen für kommende Wettkämpfe und trugen zu einer hervorragenden Gesamtbilanz für die DJK Delphin Osterfeld bei.

Ein Bundessportfest, das in Erinnerung bleibt

Mit dem Ende der letzten Rennen und bei einer leckeren Currywurst im Schwimmbad blickten die Osterfelder Delphine zum Abschluss der Wettkämpfe auf ein außergewöhnliches Wochenende zurück. 119 Medaillen, unzählige Bestzeiten, spannende Wettkämpfe und viele gemeinsame Erlebnisse machten das 20. DJK-Bundessportfest zu einem absoluten Saisonhighlight.

Vor allem aber zeigte sich einmal mehr, was die DJK ausmacht: Gemeinschaft, Zusammenhalt und die Freude am Sport. Mit vielen neuen Erinnerungen im Gepäck und ordentlich Rückenwind aus Essen kehren die Delphine nun ins Training zurück und schicken – nun wieder aus heimischen Gewässern – noch einmal ein dickes Dankeschön an alle Helfer:innen sowie die Organisator:innen des Sportfests!

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