Auf den Spuren der Römer – Delphine machen Trier unsicher (zum zweiten Mal)

Auf den Spuren der Römer – Delphine machen Trier unsicher (zum zweiten Mal)

Manche Wettkämpfe bleiben nicht nur wegen schneller Zeiten in Erinnerung, sondern auch wegen ihrer besonderen Atmosphäre. So auch das 43. Peter und Paul-Schwimmfest am Wochenende des 30. und 31. Mai 2026, das die DJK-Delphine nun schon zum zweiten Mal nach Trier führte: Bereits der Austragungsort selbst, das Trierer Nordbad, steht auf historischem Boden: Im Rahmen umfangreicher Sanierungs- und Renovierungsarbeiten wurden von Archäolog:innen Grabstätten aus verschiedenen Jahrhunderten freigelegt, die vermutlich Benediktinermönchen zuzuordnen sind, deren Klosterareal das heutige Freibadgelände umfasste.

Beste Bedingungen also für ein DJK-historisches Ereignis, bei dem Felix Uhle (AK 25) und Julian Geßner (AK 25) erstmals über in der jüngeren Vereinsgeschichte über die 5 Kilometer Freistil im Becken ihren Sportsgeist zeigten. Das Rennen fand am späten Abend statt, begleitete den Sonnenuntergang und endete unter den Sternen mit großer Beleuchtung durch die Fluchtlichtanlage des Freibades. Direkt neben dem Moselufer und der alten Klostermauer – das Weinanbaugebiet und auch die imposante Felswand aus Kordeler Sandstein, die charakteristisch für das linke Moselufer in Trier ist, in unmittelbarer Nähe – bot das Wettkampfbecken damit eine traumhafte Kulisse für die Medaillengewinne von Geßner und Uhle. Sie kamen über die 5 Kilometer in 1:12:22,03 Stunde als Zweiter, bzw. in 1:20:59,27 Stunde als Dritter in der offenen Masterswertung ins Ziel.

Doch zurück Beginn der Reise: Krankheits- und Allergiegeplagt schleppten sich die Delphine am Samstagmorgen in aller Frühe zunächst zum Hotelfrühstück und anschließend ins Schwimmbad, wo ein Einschwimmen im kühlen Nass unter unheilverkündenden dunklen Wolken die Lebensgeister endgültig weckte. Doch genau wie Lebensgeister der Delphine erwachte auch die Sonne im Laufe des Morgens und lieferte ausgezeichnete Wettkampfbedingungen.

Neben Uhle und Geßner waren auch Katrin Bürger (AK 25), Josephine Belting (AK 25) und Fynn Schlebusch (AK 20) für die DJK Delphin Osterfeld am Start. Schnell wie Blitz und Donner, die in diesem Jahr das Wettkampfgeschehen nicht zum Erliegen brachten, durchpflügten sie delphingleich das Becken und konnten an ihre Leistungen des Vorjahres anknüpfen:

Neben seinem erfolgreichen Medaillengewinn über 5 Kilometer, sicherte sich Uhle einen fünften Platz über 50-mal kürzeren 100 Meter Freistil und verpasste über die 50 Brust eine Bronzemedaille nur um drei Hundertstel. Auch Belting verpasste über die kurzen 50 Meter Rücken eine Podiumsplatzierung nur knapp, konnte sich aber über die längeren 100 Meter Freistil in 1:10,14 Minute) eine Bronze- sowie und über die 200 Meter Lagen (3:02,08) eine Goldmedaille in der offenen Masterswertung sichern. Erfolgreichster Schwimmer des Wochenendes war jedoch Geßner, der neben seiner 5K-Silbermedaille zwei dritte Plätze (50R, 200L) sowie einen ersten Platz über die 200 Meter Schmetterling erschwamm.

Auch wenn es bei Fynn Schlebusch mit einem vierten Platz in der offenen Masterswertung über die 50 Meter Rücken und Katrin Bürger mit einem vierten (50B) und einem siebten Platz (50R) in der offenen Masterswertung angesichts der starken, teils internationalen Konkurrenz aus Deutschland, Luxemburg, Belgien, den Niederlanden und Italien dieses Mal nicht für eine Medaille reichte, genossen sie ihre Rückkehr nach Trier ebenso wie Kampfrichterin Stefanie Bürger, die extra mitreiste und mit Engelsgeduld alle Eigenheiten der Jung-Masters ertrug. Danke!

Nach über 14 Stunden im Freibad taumelten die Delphine Pizza-satt, aber mit spürbar schweren Flossen in ihre Betten. Am nächsten Morgen wartete jedoch bereits der zweite Teild er Trier-Reise. Ein Glück also, dass unsere Delphine erholt und voller Tatendrang in den Tag starteten. Statt Startblöcken und Schwimmen stand nun das Eintauchen in über 2.000 Jahre Kultur und Geschichte auf dem Programm. Dabei durften die verschiedenen historischen Thermen, wie beispielsweise die Kaisertherme, natürlich nicht unbesichtigt bleiben – wir sind ja schließlich ein Schwimmverein. Aber auch der Dom, die Basilika, der Kurfürstliche Palais mit seinen Gärten sowie das Amphitheater wurden von den Jung-Masters ausgiebig erkundet. Schließlich gehört zu einer Reise nach Trier nicht nur das Schwimmen, sondern auch das Eintauchen in über 2.000 Jahre Geschichte.

Um die Erlebnisse des Wochenendes Revue passieren zu lassen, gönnten sich die Delphine am Mittag eine Eis-Pause, bevor sie den Rückweg nach Hause antraten. Wer den Spuren der Delphine folgen möchte, sollte im Trierer Dom einmal einen Blick in das Gästebuch werfen – dort haben sich die Delphine als bleibende Erinnerung verewigt.

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