Rutschen, Rekorde und Rückenwind für das Bundessportfest

Delphine überzeugen beim AquaMagis-Cup in Plettenberg

Wenn Delphine auf Reisen gehen, darf Wasser natürlich nicht fehlen. So führte der Weg der DJK Delphin Osterfeld am vergangenen Wochenende ins rund 100 Kilometer entfernte Plettenberg im Märkischen Sauerland. Die als „Vier-Täler-Stadt“ bekannte Kommune war Gastgeber des AquaMagis-Cups, der für die Osterfelder Schwimmerinnen und Schwimmer eine wichtige Generalprobe darstellte. Zwei Wochen vor dem DJK-Bundessportfest in Essen nutzten die Delphine die Gelegenheit, um ihre Form zu testen – und hinterließen dabei deutliche Wellen im Wettkampfbecken.

Schon beim Einschwimmen war zu spüren, dass die Osterfelder Aktiven bestens vorbereitet ins Wasser gingen. Auf der langen Bahn fanden die Delphine schnell ihren Rhythmus und zeigten Rennen voller Tempo, Technik und Kampfgeist. Zahlreiche neue Bestzeiten, viele Podestplätze und starke Platzierungen sorgten dafür, dass die mitgereisten Trainer:innen und Eltern immer wieder Grund zum Jubeln hatten. Dabei kam auch der Spaß nicht zu kurz. Zwischen den Wettkämpfen verwandelte sich das AquaMagis für die jungen Delphine in einen riesigen Wasserspielplatz. Während im Wettkampfbecken um Sekunden gekämpft wurde, ging es auf den Rutschen deutlich entspannter zu. Die perfekte Mischung aus sportlichem Ehrgeiz, Teamgeist und gemeinschaftlichem Erlebnis.

Für die DJK Delphin Osterfeld gingen Oliver (1976) und Stefanie Bielitzki (1976), Katrin Bürger (1998), Lena Drobe (2009), Mats Frericks (2013), Emmi Gülcelik (2010), Ruthie-Annabelle Hermes (2010), Felix (2013), Frank (1977) und Leno Koböck (2016) sowie Bennet Marx (2013) an den Start.

Besonders eindrucksvoll zog Frank Koböck seine Bahnen. Der erfahrene Delphin der AK 45 ließ der Konkurrenz keine Chance und pflügte peilschnell durch das Wasser. Er sicherte sich über sämtliche 50 Meter-Strecken den Sieg und kam auch über die 100 Meter Lagen als Erster ins Ziel. Nicht minder erfolgreich präsentierte sich Stefanie Bielitzki. Mit Siegen über 50 Meter Brust, Rücken und 100 Meter Lagen schwamm sie gleich dreimal ganz nach oben auf das Siegerpodest ihrer Altersklasse. Über die 100 Meter Lagen erzielte sie mit 1:34,34 auch eine neue Bestzeit. Ergänzt wurden ihre Erfolge durch eine Silbermedaille über die 50 Meter Schmetterling und Rang drei über 50 Meter Freistil. Ihr Partner Oliver Bielitzki – das erste Mal als Delphin am Start – war ebenfalls erfolgreich und sammelte gleich mehrere Medaillen: Er wurde zweimal Zweiter (50F, 50S) und zweimal Dritter (50B, 100L).

Im Nachwuchsbereich setzte Bennet Marx vier neue Bestmarken. In seinem Jahrgang er erkämpfte sich über 50 Meter Rücken (0:37,06), Freistil (0:32,32) und 100 Meter Lagen (1:26,17) jeweils den zweiten Platz. Auch seine Freunde Mats Frericks und Felix Koböck schwammen auf einer Erfolgswelle. Frericks sicherte sich in einer neuen Bestzeit von 35,52 Sekunden Bronze über 50 Meter Freistil und 100 Meter Lagen (1:36,56) und verpasste weitere Podestplätze nur knapp. Felix erschwamm in exakt 44 Sekunden Silber über 50 Meter Schmetterling sowie Bronze über 50 Meter Rücken in 41,38 Sekunden. Auch der jüngste Delphin im Team, Leno Koböck, sammelte wertvolle Erfahrungen im Wettkampfbecken und durfte sich gleichzeitig mit neuer Bestzeit über einen Sieg über die 50 Meter Rücken freuen. Seine neue Bestzeit verbesserte er beim Staffelstart auf gleich noch einmal um „schlappe“ 1,5 Sekunden – für das Team fliegen Delphine auch gerne durch das Wasser.

Ein besonderes Beispiel für den Teamgedanken der Delphine lieferte Katrin Bürger. Während sie ihre Schützlinge vom Beckenrand aus betreute, sprang sie selbst ins Wasser und zeigte, dass sie auch als Aktive nichts von ihrem Können verloren hat. Mehrere Podestplätze und eine neue persönliche Bestzeit über 50 Meter Schmetterling sorgten für zusätzlichen Grund zur Freude.

Starke Leistungen zeigten darüber hinaus Lena Drobe, Emmi Gülcelik und Ruthie-Annabelle Hermes. Auch wenn die Podestplätze in den stark besetzten Jahrgängen diesmal außer Reichweite blieben, konnten sie mit zahlreichen persönlichen Verbesserungen und engagierten Rennen wichtige Erfahrungen sammeln.

Nach einem hervorragend organisierten Wettkampf fällt das Fazit eindeutig aus: Die Delphine haben in Plettenberg kräftig für Bewegung im Wasser gesorgt. Viele neue Bestzeiten, zahlreiche Medaillen und eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen, dass die Formkurve genau zur richtigen Zeit nach oben weist. Wenn die Osterfelder Delphine in zwei Wochen beim DJK-Bundessportfest in Essen ins Wasser springen, müssen sich alle in Acht nehmen. Die Richtung stimmt – und die nächste Welle wartet bereits.

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