Schnell vom Start bis zum Anschlag: DJK-Delphine überzeugen mit starken Leistungen bei den Oberhausener Stadtmeisterschaften über die kurzen Strecken

Wer am Wochenende des 19. und 20. September auf einen ruhigen und entspannten Nachmittag im Hallenbad Oberhausen gehofft hatte, war eindeutig zur falschen Zeit am falschen Ort. Schon der erste Blick auf die Aktiven und ins Becken machte klar: Hier wird nicht gemütlich geplanscht, sondern kräftig Gas gegeben! Starts, Wenden, Anfeuerungsrufe und jede Menge Ehrgeiz bestimmten die Oberhausener Stadtmeisterschaften über die kurzen Strecken im Schwimmen. Mittendrin natürlich die Aktiven der DJK Delphin Osterfeld, die gemeinsam mit SG Oberhausen und PSV-Oberhausen auf Medaillen-, Bestzeiten- und Punktejagd gingen.

Dabei klingt „Kurze Strecke“ für Außenstehende zunächst beinahe erholsam. Mal 50 Meter hier, 100 Meter dort – was soll da schon passieren? Schwimmer:innen wissen es besser, denn gerade hier zählt vor allem eins: Tempo. Start, Unterwasserphase, Anschlag und Wende sind genauso wichtig wie der eigentliche Schwimmzug. Auf dem Programm standen 25 Meter Schmetterling für die jüngsten Aktiven sowie die 50- und 100-Meter-Strecken in Schmetterling, Rücken, Brust und Freistil. Hinzu kamen 100 und 200 Meter Lagen sowie verschiedene Staffelrennen. Ein besonderer Fokus bleibt jedoch auf den 50ern und 100ern: Die dort erzielten Leistungen fließen in die Punktewertung ein. Wer über die geforderten Strecken hinweg die meisten Punkte sammelt, darf sich am Ende über den Siegerpokal des Jahrgangs freuen.

Delphine mit 31 Aktiven am Start

Doch zurück zum eigentlichen Wettkampf: Für die DJK Delphin Osterfeld gingen Aktive der Jahrgänge 2001 bis 2018 an den Start und zeigten in spannenden Rennen, dass sie in den Sommerferien nicht nur am Strand, in den Bergen oder auf Balkonien entspannt, sondern auch fleißig trainiert haben. Teil der Mannschaft waren an diesem Wochenende Vida Akin (2018), Fiete Bremer (2016), Mats Frericks (2013), Mia Gálvez y Wiegand (2015), Edin Gebhardt (2016), Julian Geßner (2001), Emmi Gülcelik (2010), Jan Hendrichs (2009), Hannah Jankowski (2015), Sofia Jankowski (2016), Charlotte Kamyczek (2018), Hannes Kaubisch (2018), Mats Kaubisch (2015), Felix Koböck (2013), Leno Koböck (2016), Alissa Kopnow (2016), Mila Kopnow (2013), Sofia Kostarev (2017), Niklas Leye (2014), Emily Nagelhoff (2013), Marlon Nagelhoff (2015), Finja Neumann (2009), Veronika Prokopenko (2013), Paul Rothe (2015), Mikko Rutert (2014), Amelie Schröer (2012), Emmy Stauch (2012), Emma Wittwer (2018), Melek Yolcu (2015), Melin Yolcu (2018) und Vincent Zühlke-van Hulzen (2018).

Der Wettkampf startete für die Aktiven sofort mit einem kleinen Spektakel: In einem packenden Rennen lieferten sich die Mannschaften der DJK, der SG Oberhausen und des PSV Oberhausen in den 4×50 Meter Lagen Mixed-Staffeln einen intensiven Kampf um die Podiumsplatzierungen. Am Ende auf der Uhr: In einer Zeit von 02:04,47 auf Platz 1 die erste Mannschaft des PSV Oberhausen. Dicht gefolgt von den Delphinen Emmi Gülcelik, Jan Hendrichs, Julian Geßner und Finja Neumann in einer Zeit von 2:11,55 Minuten auf Rang 2.

Die Jüngsten ganz vorne mit dabei

Nicht nur bei den Staffelstarts, sondern auch im Einzel überzeugten die Delphine. Zwar mussten die Bademeister:innen keine Geschwindigkeitskontrolle einrichten, aber viel fehlte nicht: Kamyczek, Wittwer, Kostarev und Zühlke-van Hulzen bahnten sich ihren Weg durch die Wellen ins Ziel und freuten sich über zahlreiche Platzierungen. Wittwer schwamm über die 50 Meter Brust in 56,34 Sekunden auf Rang drei. Ebenso Gebhardt in einer Zeit von 1:09,22; und auch Zühlke-van Hulzen freute sich über eine Bronzemedaille – allerdings über die 100 Meter Freistil. Mit einem zweiten Platz über die 100 Meter Brust setzte auch Kostarev über die technisch anspruchsvolle Strecke in einer Zeit von 2:08,76 Minuten ein deutliches Ausrufezeichen. Kamyczek hatte hingegen beschlossen, dass ihre eine einzige Platzierung auf dem Treppchen nicht genügt. Zuvor hatte sie vom Beckenrand noch die Starts ihrer Trainer:innen (u.a. Geßner) aufmerksam beobachtet und zeigte anschließend, dass sie sich dabei so Einiges abgeschaut hat. Vor allem die schnellen Flossen: Über die 50 Meter Rücken gewann sie in 50,70 Sekunden die Goldmedaille, über die 100 Meter Rücken folgte in 1:55,72 Minuten gleich der nächste erste Platz. Ergänzt wurde ihre Sammlung durch eine Bronzemedaille über die 100 Meter Freistil.

Die zweite Wettkampfmannschaft auf der Erfolgswelle

Auch im Hause Jankowski dürfte die Medaillenbilanz am Sonntagabend für zufriedene Gesichter gesorgt haben. Hannah Jankowski sicherte sich mit schnellen Rennen gleich zwei Mal Silber: über die 50 Meter Rücken in 44,17 Sekunden und über 50 Meter Freistil in 36,69 Sekunden. Ihre jüngere Schwester nahm sich daran ein Beispiel und sprintete über dieselben Strecken ins Ziel: Mit 54,36 Sekunden auf 50 Meter Rücken und 44,70 Sekunden auf den 50 Metern Freistil schwamm sie jeweils auf Rang drei. Ebenfalls Bronze holte Gálvez y Wiegand. Über 50 Meter Brust schlug sie als Dritte ihres Jahrgangs an, während Rutert über die 100 Meter Schmetterling in einer Zeit von 1:32,99 Minuten Zweiter wurde.

Besonders fleißige Medaillensammlerin an diesem Wochenende war Melek Yolcu. Mit insgesamt fünf Podestplatzierungen war sie eine der erfolgreichsten Aktiven: Über 100 Meter Rücken schwamm sie in 1:32,97 zum Sieg und auch über die 50 Meter Schmetterling ließ sie in 43,80 Sekunden niemanden ihres Jahrgangs an sich vorbeiziehen. Hinzu kamen Silber über 100 Meter Lagen (1:34,86) sowie Bronze über 100 Meter Brust und Freistil. Zum Siegerpokal des Jahrgangs fehlte am Ende nur wenig – angesichts von fünf Podestplätzen und deutlichen Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr dennoch ein rundum starker Auftritt!

Rothe war ebenfalls kaum vom Podest fernzuhalten – vier Medaillen und persönliche Bestzeiten sprechen da eine deutliche Sprache. Über 50 Meter Brust schwamm er in 49,79 Sekunden zum Jahrgangssieg. Dreimal kam Silber hinzu: über 100 Meter Brust in 1:52,95 Minuten, über 50 Meter Freistil in 39,09 Sekunden und über 100 Meter Freistil in 1:31,67 Minuten.

Bei der Vergabe der Stadtjahrgangsmeister:innentitel gab es dann für die Delphine noch einmal mehr Grund, um die Flossen für Applaus zusammenzuschlagen: Den Siegerpokal des Jahrgangs 2016 gewann Jung-Delphin Leno Koböck. Hierfür muss man ein echter Allround-Delphin sein und in jeder Disziplin so viele Punkte wie möglich sammeln. Das zeigt sich anhand seiner Ergebnisse: Über 100 Meter Rücken schlug er nach 1:31,92 Minuten als Erster an, und auch über 100 Meter Freistil ließ er in 1:27,00 Minuten die Konkurrenz seines Jahrgangs hinter sich. Dazu kamen zwei zweite Plätze: über 100 Meter Lagen in 1:41,22 Minuten und über 50 Meter Schmetterling in 50,90 Sekunden. Zurecht feierte er diesen Erfolg gemeinsam mit Vereinskamerad:innen und Trainerinn Stephanie Hendrichs bei einem Glas Cola.

Auch die erfahrenen Flossen liefern

Starke Leistungen nicht nur bei den Jüngeren, sondern auch bei den Großen: Gülcelik schwamm über die 100 Meter Rücken in starken 1:16,60 Minuten auf Platz zwei. über die 100 Meter Lagen (1:19,44) kam dann auch eine Bronzemedaille hinzu. Felix Koböck bewies ebenfalls Delphin- oder besser Schmetterlingsqualitäten. Über 100 Meter Schmetterling erreichte er in 1:39,47 Minuten Rang drei. Neumann ergänzte die positive Bilanz der älteren Aktiven mit einer weiteren Bronzemedaille über 100 Meter Rücken in einer Zeit von 1:16,74 Minuten.

Verdeutlichen wir das Ganze noch einmal anhand des Medaillenspiegels für die Delphine: Inklusive der Silbermedaille der erfolgreichen Mixed-Staffel stehen damit sieben Mal Gold, zwölf Mal Silber und zwölf Mal Bronze zu Buche. Das kann sich sehen lassen und lässt positiv in die Zukunft blicken, denn:

Nach den Stadtmeisterschaften ist vor den Bezirksmeisterschaften!

Lange Pausen gibt es im Schwimmsport abseits der Sommerferien nicht und daher ging es für diejenigen Aktiven, die die entsprechenden Pflichtzeiten erreicht haben, schon am Wochenende des 10. und 11. Oktober bei den Bezirks- und Bezirksjahrgangsmeisterschaften weiter, während sich die jüngeren bereits am 27. September für den dritten Durchgang des Kids Cup erneut in die Fluten stürzen. Die Stadtmeisterschaften haben jedenfalls gezeigt, dass die Osterfelder Delphine für die nächsten Aufgaben bestens gerüstet sind. Also: Flossen hoch für alle Osterfelder Aktiven – die nächste Welle kommt bestimmt!

Und für alle, die sich noch einbringen wollen: Helfer:innen für die Bezirksmeisterschaften am Beckenrand, in der Organisation oder auch im Kuchenverkauf sind immer gerne gesehen. Je mehr, desto besser!

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